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Ludwig van Beethoven


Der am 17. Dezember 1770 in Bonn getaufte Ludwig van Beethoven - das Datum seiner Geburt ist unbekannt - entstammte einer Musikerfamilie flämischer Herkunft. Im Alter von drei Jahren erhielt er beim Vater seinen ersten Musikunterricht. Sein Konzertdebüt gab er 1778 in Köln. Der ehrgeizige Vater wollte aus Ludwig ein Wunderkind wie Mozart machen. Neben dem Klavierunterricht lernte der junge Beethoven auch Violine, Bratsche und Orgel spielen. 1784 wurde er zweiter Hoforganist beim Kurfürsten Maximilian Franz von Köln. 

Nach dem Tod der Mutter 1787 trug Beethoven die alleinige Verantwortung für die Familie. Von den sieben Kindern der Familie Beethoven hatten außer Ludwig nur noch die beiden jüngeren Brüder Karl und Johann überlebt. Durch die Trunksucht des Vaters war die Familie völlig verarmt. Nach Studien in Wien und an der Bonner Universität wurde Beethoven freischaffender Komponist. Er siedelte nach Wien über und wurde schnell ein gefragter und gut bezahlter Künstler. Sein musikalisches Schaffen umfasste alle Gebiete der Musik. 

Seine fortschrittlichen Anschauungen, die er während seiner Studienzeit in Bonn gewonnen hatte, ließen ihn nicht mehr los. Für ihn gab es nur eine Art des Adels, den des Geistes. Mit seinen Werken drückte er die Gedanken und Wünsche der fortschrittlichen Menschheit aus. Beethovens Sinfonien gehörten bald zum dauernden Bestand der sich überall ausbreitenden öffentlichen Orchesterkonzerte. 

1795 bemerkte er, wie sein Gehör immer schlechter wurde. 1802 erfuhr er, dass seine Schwerhörigkeit unheilbar sei, und spielte mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen. 1819 ertaubte er vollständig und zog sich mehr und mehr von den Menschen zurück. Seine schönsten Kompositionen schuf er, als er schon völlig taub war. Beethovens großes Verdienst besteht darin, die Ausdrucksmöglichkeiten der Musik in ungeahnter Weise gesteigert zu haben. Beethoven blieb Zeit seines Lebens Junggeselle. Am 26. März 1827 starb er in Wien.